Das Leben der Bewohnner*innen im Altersheim
Die Menschen, die in den 1950er-Jahren im "Altersheim für heimatlose Ausländer" in Varel lebten, waren größtenteils nicht freiwillig in Deutschland. Viele von ihnen sind während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland gekommen und später im Altersheim in Varel untergebracht worden. Die Gründe, warum die Menschen nach Deutschland kamen, waren vielfältig.
Ab 1950 mussten diese verschiedenen Gruppen in den ehemaligen Kasernengebäuden zusammen leben. Anhand verschiedener Quellen, wie z.B. der Meldekartei, lässt sich nachverfolgen, dass das Heim in Varel für viele Bewohnerinnen und Bewohner nur eine von mehreren Stationen ihres 'Aufenthalts' in Deutschland gewesen ist.
Es stellt sich die Frage, wie die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Unterbringung im Altersheim in Varel erlebten und wie sie ihr Leben dort gestalteten.
Zum Leben im Heim lassen sich aktuell nur wenige Quellen finden. Besonders Quellen, die von den Bewohnerinnen und Bewohnern selbst stammen und etwas über das Leben im Heim berichten, sind selten. Dennoch kann das Leben im Heim anhand einiger Fotos, Berichte aus Zeitungen und Forschungsergebnissen nachvollzogen werden. Wie die Bewohnerinnen und Bewohner wohnten, ihren Glauben auslebten und welche Veranstaltungen im Heim stattfanden, erfahren Sie auf den nächsten Seiten.
___________________________________________________________
von Lea Horstmann
___________________________________________________________
