Skip to main content

Erinnern und Lernen über das DP-Altersheim

Nordseite Dienstleistungszentrum Landkreis Friesland (Varel).

Heute ist auf dem Gelände des ehemaligen "Altersheimes für heimatlose Ausländer" nichts mehr von den historischen Gebäuden zu sehen. Manchmal versteckt sich die Geschichte also hinter modernen Gebäuden. Quelle: Privat.

Stellen Sie sich vor: Sie gehen durch Ihre Stadt; Ihnen begegnen vertraute Straßen, Häuser, aber auch Lücken. Diese Orte gleichen einem Archiv ohne Katalog: Bestände sind vorhanden, doch nicht alle sind erschlossen. War dieses Gebäude schon immer da? Wann wurde es erbaut und wer lebte dort? Die Welt ist voll von Vergangenem, doch die Erinnerung daran ist selektiv. Sie kann individuell oder kollektiv sein. Das „Wissen“ über Orte variiert zwischen Personen und Generationen; manches wird erhalten, hervorgehoben, anderes verblasst. Das ist ein alltäglicher Vorgang mit Folgen: Spuren der Vergangenheit bleiben sichtbar, werden überformt oder verschwinden.

Mit Blick auf das ehemalige DP-Altenheim in Varel fragen wir, wie die Topographie des Ortes, lokale Erinnerungen und unsere öffentliche Darstellung (Public History) steuern, woran sich eine Stadt erinnert – und warum. Diese drei Perspektiven führen durch diesen Teil der Ausstellung:

Gemeinsam eröffnen diese Perspektiven einen Blick darauf, wie Vergangenheit im heutigen Stadtbild erscheint – oder verschwindet. Wer genau hinsieht, erkennt: Unsichtbarkeit ist kein Zufall, sondern Teil der Geschichte.

___________________________________________________________

von Benjamin Rosenstengel
___________________________________________________________

Über das DP-Altersheim