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Europa nach dem Zweiten Weltkrieg

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Quelle: Arthur Zegart, The Refugee Problem and the IRO, Entry A1-1419: International Refugee Organization Subject Files, 1946–1952, Box 7, Record Group 59: General Records of the Department of State; U.S. National Archives.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stand Europa vor einer gewaltigen Herausforderung. Millionen Menschen hatten ihre Heimat verloren, waren verschleppt worden oder konnten nicht in ihre Heimat zurückkehren. Diese von den Alliierten  als sogenannten „Displaced Persons“ (DPs) bezeichneten Personen, wurden von verschiedenen internationalen Organisationen versorgt. Ziel war es, sie entweder in ihre Herkunftsländer zurückzuführen (Repatriierung) oder in neuen Aufnahmeländern anzusiedeln. (Resettlement).

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs befanden sich in Deutschland schätzungsweise 10,8 Millionen Menschen, die als sogenannte Displaced Persons registriert wurden. Unter diesen Menschen waren befreite KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, aber auch Kollaborateure und Menschen, die zusammen mit der Wehrmacht vor der Roten Armee / vor dem Stalinismus aus Osteuropa geflohen waren.

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Quelle: Arthur Zegart, The U.S. National Archives and Records Administration; RG-59- IRO hier: IRO Subject File , 1946-1952 Lot File No. 53 D 307 - DSC09234-2.

Die Alliierten, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Deutschland kontrollierten, waren auch für die Betreuung und Versorgung der DPs zuständig.

"Die Alliierten verfolgten zunächst eine strikte Politik der Repatriierung. Bis Ende 1946 wurden rund sieben Millionen Menschen in ihre osteuropäischen Ursprungskontexte repatriiert, häufig auch unter Zwang und gegen ihren expliziten Willen.

[Aufgrund zunehmender Skrupel gegen dieses Vorgehen und] [g]egen den Einspruch der Sowjetunion wurde daher 1946 im Rahmen der Vereinten Nationen die IRO gegründet. [Sie verfolgte das Ziel,] den DPs von nun an zu helfen, in einem anderen Land ein sicheres zukünftiges Zuhause zu finden. Zwischen 1947 und 1951/ 1952 vermittelte die IRO rund einer Million Menschen weltweit einen neuen Ort zum Leben.

[B]is zur Einstellung des IRO-Programms Ende 1951/ Anfang 1952 [schafften es] nicht zuletzt kranke und alte Menschen häufig nicht, Westdeutschland beziehungsweise Westeuropa mit Hilfe der IRO zu verlassen."2 

Viele dieser Menschen wurden deshalb ab Sommer 1950 im Altersheim in Varel untergebracht. 

  1. (Sebastian Huhn NGHM Blog)

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von Max Kossenjans
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Europa nach dem Zweiten Weltkrieg